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Beitrag zur Ernährungssouveränität: Regionale Nahversorgung

Mit den landwirtschaftlichen Flächen schaffen wir bessere Voraussetzungen für eine solidarische, regionale Versorgung mit gesunden Lebensmitteln. Perspektivisch rechnen wir damit, dass wir ca. 40 Menschen mit den Erträgen vielseitig ernähren können. Mit einer gesamtheitlichen Betrachtung der Flächen der Kooperationsbetriebe, lassen sich ca. 100 Personen lokal unabhängig von Zukäufen versorgen. Zusätzlich wollen wir mittelfristig vor Ort gemeinschaftsgetragene Betriebe aufbauen, in denen eine Weiterverarbeitung von Ackerfrüchten stattfinden kann.

Allein schon die Anwendung der hierfür erforderlichen, in der Praxis häufig in Vergessenheit geratenen Kulturtechniken, stellt einen wesentlichen Beitrag zur Ernährungssouveränität dar. Denkbar wären dafür beispielsweise Lupinen und ihre Verarbeitung zu Kaffee oder auch Soja und die Weiterverarbeitung in kollektiv, solidarisch getragenen Betrieben zu Tofu. Gerade durch Methoden wie Direktvermarktung, die auch durch Mitgliedschaftsläden und Einkaufsgemeinschaften ergänzt werden können, möchten wir andere Formen des Beziehens von Lebensmitteln in und aus der Region und damit auch eine Fürsorge für das Land und die Menschen stärken.

Daneben soll im Wolfshof bereits ab 2023 eine kleine gemeinschaftlich getragene Imkerei in wesensgemäßer Wirtschaftsweise mit Bienenstandorten auf Flächen der bestehenden SoLaWi bzw. befreundeter Landwirtschaftsbetriebe entstehen.

Unter Beachtung von Klimastudien bis hin zu langfristigen Zeiträumen erscheint Nordhessen als guter Standort Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten, allerdings nur wenn schon heute entsprechende Strukturen geschaffen werden. Zwar wird es auch hier zu deutlichen Verwerfungen kommen, aber eine Versteppung oder Wüstenbildung wird für das nordhessische Bergland nicht prognostiziert. Wichtig ist es heute Land krisenfest zu machen, den Abtrag der Humusschichten aktiv zu verhindern und die Wasserhaltefähigkeiten zu verbessern.