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Landwirtschaft für die Menschen: Soziale Einbettung

Auf dem Acker können soziale und therapeutische Angebote stattfinden. Soweit die Pflege und Bewirtschaftung der beschriebenen Anbausysteme und der Bodenaufbau durch Handarbeit erfolgen, kann sie beispielsweise, auch durch regelmäßige Lernangebote oder durch Kooperationen mit Kliniken oder Wiedereingliederungshilfen, von Menschen übernommen werden. Durch eine persönliche Begleitung können sich für die Ausführenden neue, wohltuende Erfahrungsräume erschließen.

In einer therapeutischen Landschaftspflege können Menschen über die Arbeit in der Natur, den Kontakt zu Erde und Pflanzen, sich mit sich selbst verbinden und mit therapeutischer Begleitung eigene Themen bearbeiten. Generell wirkt diese Arbeit der Entfremdung von uns und der Natur entgegen, die im Kapitalismus strukturell angelegt ist. Sowohl präventiv als auch in akuten Erkankungsphasen kann eine Einbettung in einen größeren Kontext, Sinnerleben und die Verbindung mit der Natur zu physischer und insbesondere zur psychischen Gesundheit beitragen. Gleichzeitig werden vielfältige Lern- und Bildungsmöglichkeiten durch die direkte Erfahrbarkeit regenerativer Anbaumethoden entstehen, die Formate von Workshops zu konkreten Methoden und Fachwissen annehmen können aber auch die eines Lernjahres, indem auch Erfahrungs- und Praxiswissen seinen Platz findet.

Weitere Elemente des Konzeptes der Pflegenutzung der Landflächen werden mit der Zeit und hinzukommenden Menschen ergänzt, verfeinert und konkreter.